Das Alpwesen – Teil 1
Das Alpwesen ist das Wesen, das in den Alpen vorkommt. Es kommt weiblich als auch männlich vor und heißt dann auch Älplerin oder Älpler.
Falsch. Nochmal von vorn. Das Alpwesen ist das, was die Viehhaltung in den Alpen so mit sich gebracht hat. Bis ins 19. Jahrhundert ging es noch meist ums pure Überleben und Romantik oder gar Butterqualität hatte sehr, sehr wenig Platz in den Überlegungen. Heute ist die Almwirtschaft tatsächlich eine der wenigen Milchwirtschaften in Zentraleuropa, bei denen Kühe sich fast ausschliesslich von Gras ernähren. Daher kommt die Alpbutter, die so merkwürdig streichbar ist. Kein Geheimnis, keine besondere Luft, keine Kräuter. Gras. Kein Futtermittel, kein Mais. Gras.
Gefährlich bleibt sie allerdings, die Almwirtschaft.
Kühe in den Alpen haben im Gegensatz zu ihren flacheren Verwandten einen Vierhufantrieb, der sie befähigt, auch in steilerem Gelände noch mobil zu sein. Dennoch passiert es hin und wieder, dass Gewitter, aber auch mangelhaftes Schuhwerk zu letalen Ausrutschern führt.
Dies ist seit einigen Jahren teurer geworden, weil zumindest in Vorarlberg die verteilte Luftbestattung der Kühe verboten wurde.
Das heisst, man darf sie nicht mehr sprengen.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,129015,00.html
Über gesprengte Almhirten dagegen ist nichts bekannt. Weder weibliche noch männliche.
Interessant wäre es aber zu wissen, wieviele Kühe wo gesprengt wurden und ob dieses nette Brauchtum auch heute noch gepflegt wird.



4. März 2011 







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