Der Alpenraum und der Mensch

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Grob kann die Grossbiosphäre Alpenraum-Mensch klassifiziert werden durch die Begriffspaare oben-unten, sowie Eingeborener-Fremder. Früher gab es unten nur Eingeborene und oben gar niemanden. Was oben war, kam manchmal runter, das nannte man tragisches Unglück.

Heute kann zwischen oben und unten kaum mehr unterschieden werden. Zwischen Eingeborenen und Fremden hingegen sehr leicht.

Die Eingeborenen sind diejenigen, die Anfang November auch da sind. Wer sich damit zufriedengibt, dem entgeht die vermutlich herrlichste und irrste bekannte Ansammlung von Menschen auf kleinem Raum.

Jahrtausende zogen Menschengruppen in und über die Alpen. Nicht immer hatten sie Elefanten dabei, aber immer blieben ein paar hängen, und in jedem Eck andere.

Die Abgeschlossenheit der Talschaften war über Jahrhunderte ein Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung, aber für die Etablierung einer einzigartigen Diversität an Sprache und Kultur ein Segen.

Empfehlung für Sprachtalente:  Dialektatlas ;-)

Am Eindrücklichsten erschliesst sich dies denjenigen, die den Luxus der Gegenwart nutzen und aus ihrem Lieblingsort manchmal ausbrechen. Die Expeditionen machen, um festzustellen, ob die Kärtner wirklich so ganz anders sind als die Vorarlberger, von den Tirolern und den 50 Arten Schweizern (Menschen, nicht Käse) gar nicht zu reden.

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